
Stabile Entwicklung in volatilen Zeiten – Pensionskasse mit solidem Ergebnis
Am 19. Juni stellte die Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG ihren Mitgliedern die Bilanz für das Geschäftsjahr 2025 vor. In einem von hoher Volatilität und geopolitischen Spannungen geprägten Marktumfeld konnte sie erneut eine Marktwertrendite erzielen, die über den Anforderungen zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen liegt.
So konnte die Pensionskasse nicht nur sämtliche Leistungen vollständig aus eigener Kraft erbringen, sondern auch die stillen Reserven weiter ausbauen. „Eine solche Kontinuität ist keine Selbstverständlichkeit“, betonte Angela Wörl, Vorsitzende des Aufsichtsrats, auf der 99. Mitgliederversammlung in München.
Bereits zum dritten Mal in Folge konnte die Pensionskasse ihre stillen Reserven stärken und profitierte dabei insbesondere von der breiten Diversifikation ihres Portfolios sowie einer konsequenten Steuerung in volatilen Marktphasen – und das trotz anspruchsvoller wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. „In den vergangenen Jahren haben wir gesehen, dass deutliche Einbrüche an den Märkten in immer kürzeren Abständen auftreten“, betonte Frank Reinhardt, Vorstandsvorsitzender der Pensionskasse. „Wir handeln dabei analytisch und systematisch, mit einer dynamischen Risikosteuerung – und schaffen so auch die Voraussetzung, von Marktaufschwüngen zu profitieren. Unser Anspruch ist es, die notwendigen Erträge nachhaltig aus eigener Kraft zu erwirtschaften – und genau das ist uns gelungen.“
Mit 3,3 Milliarden Euro liegt das Marktwertvermögen der Pensionskasse jetzt auf einem neuen Höchststand, ebenso wie die Zahl der Leistungsempfänger aus der Grundversorgung und die Summe der im Jahr 2025 ausgezahlten Leistungen, die bei 84 Millionen Euro lag. Das Buchwertvermögen liegt bei 2,9 Milliarden Euro. Trotz negativer Nettozuflüsse – die Leistungsauszahlungen liegen über den Beitragseinnahmen – konnte die Pensionskasse ihre Leistungen im Jahr 2025 vollständig aus eigener Stärke erbringen und ihre finanzielle Substanz weiter ausbauen.
Ein weiterer Fokus der Mitgliederversammlung lag auf geplanten Anpassungen der Satzung und Versicherungsbedingungen. Im Mittelpunkt steht dabei die Einführung einer neuen Auszahlungsoption: Künftig soll es möglich sein, bis zu 30 Prozent der Altersrentenansprüche als einmalige Kapitalzahlung zu erhalten. Mit diesem Schritt reagiert die Pensionskasse auf den Wunsch vieler Mitglieder nach mehr Flexibilität in der persönlichen Altersvorsorge. Gleichzeitig erweitert die neue Option die bestehenden Leistungen sinnvoll und eröffnet zusätzliche individuelle Gestaltungsmöglichkeiten beim Übergang in den Ruhestand.
Auch die wirtschaftliche Lage der Trägerunternehmen spielte eine wichtige Rolle auf der Mitgliederversammlung. „Für die Mitgliedsunternehmen der Pensionskasse war 2025 ein herausforderndes Jahr“, betonte Wörl in ihrer Rede. Insbesondere die chemische Industrie steht unter erheblichem Druck – geprägt von intensivem Wettbewerb, hohen Kosten und strukturellen Veränderungen. Mit dem Programm PACE reagiert WACKER gezielt auf diese Situation, um Effizienz zu steigern und die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu sichern.
Auch die Arbeit des Teams hob Wörl besonders hervor: „In dieser anspruchsvollen Gemengelage arbeitet das gesamte Team der Pensionskasse weiter mit hohem Engagement und großem Verantwortungsbewusstsein – sowohl in der Kapitalanlage als auch in der Betreuung unserer Mitglieder.“ Dafür sprach sie allen Mitarbeitenden ihren besonderen Dank aus.